Häufig gestellte Fragen
Vertrauen & Grundlagen
Was ist Rentkompass?
Ein Screening-Tool, das schätzt, ob ein Mietinserat in Berlin die Mietpreisbremse-Obergrenze überschreitet. Sie geben eine Inserat-URL oder eine Adresse ein, und wir zeigen die geschätzte gesetzliche Höchstmiete auf Grundlage des offiziellen Mietspiegels.
Wer steckt dahinter?
Rentkompass wurde von einem Expat-Mieter in Berlin entwickelt, der die Mietpreisbremse bei seiner eigenen Wohnung genutzt hat. Das Projekt ist unabhängig - nicht verbunden mit Vermietern, Immobilienportalen oder Claims-Services.
Ist das wirklich kostenlos?
Ja. Die Mietprüfung ist kostenlos. Es gibt keinen versteckten Upsell zu einem Rechtsdienst. Rentkompass nimmt keine Provision, vermittelt nicht an Partnerkanzleien und verkauft keine Daten.
Ist das Rechtsberatung?
Nein. Rentkompass liefert Schätzungen auf Grundlage öffentlicher Daten. Es ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn Sie eine verbindliche Einschätzung wollen oder handeln möchten, wenden Sie sich an einen Mieterverein oder Mietrechtsanwalt.
Werden meine Daten gespeichert?
Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Rentkompass hat keine Benutzerkonten und kein Login. Wenn Sie ein Inserat prüfen oder den Rechner nutzen, werden die Eingaben im Arbeitsspeicher verarbeitet und das Ergebnis zurückgegeben. Nichts wird gespeichert oder Ihnen zugeordnet. Wir verkaufen keine Daten an Dritte. Details in der Datenschutzerklärung.
So funktioniert es
Wie genau ist die Schätzung?
Die Schätzung basiert auf denselben offiziellen Mietspiegel-Daten, die Gerichte verwenden. Für die meisten Wohnungen liegt sie nah an dem, was ein Mieterverein berechnen würde. Sonderfälle gibt es: ungewöhnliche Ausstattung, laufende Modernisierung oder fehlende Inseratsdaten können die Genauigkeit beeinflussen. Wir zeigen einen Konfidenz-Indikator, wenn die Eingabedaten unvollständig sind.
Welche Daten werden verwendet?
Der offizielle Mietspiegel (qualifizierter Mietindex) der Stadt und das Straßenverzeichnis, das jede Adresse einer Wohnlagestufe zuordnet. Für Berlin ist das der Berliner Mietspiegel 2024 mit 163 Mietspiegelzeilen und 13.922 Straßeneinträgen.
Was ist der Mietspiegel?
Ein offizieller Mietindex, den die Stadtverwaltung veröffentlicht. Er klassifiziert Wohnungen nach Baujahr, Größe, Wohnlage und Ausstattung und gibt für jede Kategorie eine Referenzmietspanne an. Ein qualifizierter Mietspiegel genießt vor Gericht gesetzliche Vermutungswirkung.
Gilt die Mietpreisbremse für meine Wohnung?
Die Mietpreisbremse gilt für Wiedervermietungen in ausgewiesenen angespannten Wohnungsmärkten. In Berlin umfasst das die gesamte Stadt für Mietverträge seit Juni 2015. Neubauwohnungen (erstmals genutzt und vermietet nach dem 1. Oktober 2014) sind ausgenommen. Ebenso Wohnungen nach umfassender Modernisierung, aber nur bei der ersten Wiedervermietung.
Was ist mit Neubauten und modernisierten Wohnungen?
Neubau nach Oktober 2014 ist dauerhaft ausgenommen. Umfassende Modernisierung befreit nur die erste Wiedervermietung nach den Arbeiten. Das sind die häufigsten Ausnahmen, die Vermieter anführen. Manche halten einer Prüfung stand, viele nicht. Ein Mieterverein kann beurteilen, ob eine bestimmte Ausnahme zutrifft.
Handeln
Kann mein Vermieter sich rächen, wenn ich die Miete anfechte?
Vermieter können ein Mietverhältnis nicht kündigen, weil ein Mieter die Mietpreisbremse geltend macht. Das Gesetz schützt ausdrücklich vor Vergeltungskündigungen. In der Praxis bearbeiten die meisten Vermieter - besonders große Wohnungsunternehmen - solche Fälle routinemäßig. Ein Mieterverein begleitet Sie durch den Prozess.
Brauche ich einen Anwalt?
Nicht unbedingt. Ein Mieterverein ist der häufigste erste Schritt. Die Mitgliedschaft kostet etwa 50-90 EUR pro Jahr, und dort kann man Ihren Fall beurteilen, die Rüge formulieren und Sie vertreten. Geht der Fall vor Gericht, kann ein Mietrechtsanwalt übernehmen.
Was ist eine Rüge?
Eine schriftliche Mitteilung an den Vermieter, dass die Miete die Mietpreisbremse-Obergrenze überschreitet. Sie muss vor einer Rückforderung zu viel gezahlter Miete versendet werden. Seit 2019 reicht eine einfache schriftliche Mitteilung. Ein Mieterverein kann beim Verfassen helfen.
Wie lange dauert das?
Kommt auf den Vermieter an. Manche stimmen einer Mietsenkung innerhalb von Wochen zu. Andere erfordern ein Gerichtsverfahren, das Monate dauern kann. Ein Mieterverein kann eine realistische Einschätzung geben, basierend auf dem konkreten Vermieter und der Situation.
Wo bekomme ich Hilfe?
Ein Mieterverein ist der Standardweg. In Berlin sind der Berliner Mieterverein und der Mieterschutzbund die beiden größten. Die Mitgliedschaft umfasst Rechtsberatung und Vertretung bei Mietstreitigkeiten. Beratungshilfe steht Mietern mit geringem Einkommen zur Verfügung.